Wirtschaftsjunioren gehen in die Werbung

Einmal hautnah miterleben, wie eine Werbekampagne entsteht: Die Reutlinger Werbeagentur Wagnerwagner gab 21 interessierten Wirtschaftsjunioren und Mitgliedern des Förderkreises einen interessanten Einblick in den Alltag einer Kreativschmiede.

Die Teilnehmer konnten dabei nicht nur den Werbern über die Schultern schauen, sondern durften selbst Anzeigen erarbeiten, zumindest im Ansatz. Die fiktive Aufgabe war, eine Anzeigen-kampagne zu entwickeln, die einen Tupperware-Onlineshop speziell Männern schmackhaft macht. Die strategischen Überlegungen am Anfang wurden als vorgegeben betrachtet, ebenso wurden das
Corporate Design der Marke, Bilder, Grafiken und Layouts grob vorbereitet, damit die Umsetzung dann rasch zu sichtbaren Erfolgen führen konnte.

Nach dem Briefing wurden Gruppen gebildet, die dann in einem Brainstorming Ideen sprudeln ließen. Diese wurden in der an-schließenden Konzeptionsphase strukturiert und ausgearbeitet. Mit Hilfe von Grafikern der Agentur wurden die Ideen schließlich in konkrete Anzeigen umgesetzt - oder das, was in der Kürze der Zeit möglich war.

Schnell wurde klar, dass die Entwicklung einer Kampagne kein
zuckerschlecken ist, sondern, dass harte Arbeit dahinter steckt und 90 Prozent der Ideen für den Papierkorb sind. Vor der eigentlichen Kreation muss erst einmal jede Menge Gehirnschmalz in eine fundierte Markenstrategie und die Konzeption der Kampagne investiert werden. Erst eine gute, tragfähige Idee macht dann eine langfristig wirksame Kampagne aus und die grafische Umsetzung kommt erst am Schluss.
Hier zeigt sich, ob einfache Sprache und klare Ideen tatsächlich eine Chance im täglichen Werbebombardement haben.

Die Mühe hat sich aber durchaus gelohnt: Am Ende standen nicht nur drei Kampagnen, die grundsätzlich Potenzial zur weiteren Ausar-beitung hätten, sondern auch interessante Einblicke in die Materie. Beim anschließenden Buffet gab es die Gelegenheit, die Werbeprofis noch mit der einen oder anderen Frage zu löchern.

Außerdem gab es dort noch eine Weltneuheit zu kosten: frische
Demeter-Bio-Convenience-Suppen von der Ehestetter Gastronomen-familie Tress.
Unter dem Label Rose Biomanufaktur werden die aus regionalen Zutaten bereiteten Suppen im Lauf des Jahres in den Handel kommen. Weil Wagnerwagner die Verpackung gestaltet hat, kre-denzte Daniel Tress persönlich die vier Sorten jetzt schon vorab und der Geschmack der Suppen überzeugte die Anwesenden offen-sichtlich.

Für den interessanten und informativen Nachmittag bedankten sich die Wirtschaftsjunioren bei den beiden Gebrüdern Wagner mit einer üppigen Geschenkbox, die zwar nicht von Tupperware war, dafür aber randvoll mit Süßigkeiten.