Netzwerk Nachhaltigkeit bei Riegler

Das Netzwerk Nachhaltigkeit der WJ Reutlingen ist gestartet. Den Auftakt machten Christof Kocher, Spezialist für Unternehmens- und Nachhaltigkeitsberichte (l.), und Philipp Wacker, geschäftsführender Gesellschafter der Riegler & Co. KG. Mit im Bild: Alexandra Quernes, Kreisvorsitzende der Wirtschaftsjunioren Reutlingen.

Nachhaltigkeit und Klimaneutralität sind allgegenwärtig – in regionalen Unternehmen ebenso wie in globalen Konzernen. Die Wirtschaftsjunioren schaffen dafür spezielle Veranstaltungsreihe „Netzwerk Nachhaltigkeit“. Sie soll künftig entlang der drei Nachhaltigkeitskriterien ESG (Environment, Social, Governance) einen fundierten Wissensaustausch ermöglichen.

Den Auftakt der Reihe machte Christof Kocher, Wirtschaftsjunior und Spezialist für Unternehmens- und Nachhaltigkeitsberichte. Er gab einen theoretischen Einblick in die Idee der Nachhaltigkeit und damit einhergehenden Konzepten, etwa das der Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs). Insbesondere die Herausforderungen der Messbarkeit und der einheitlichen Definition von Nachhaltigkeit sowie der Unterschied zwischen „echtem“ Engagement und zweifelhaftem „Green-Washing“ wurden diskutiert. Kocher betonte dabei, dass das Verständnis und die Bemessungskriterien von Nachhaltigkeit je nach Unternehmensbranche sehr unterschiedlich ausfallen können. Unumstritten sei jedoch die Tatsache, dass Nachhaltigkeit ein zentrales Element künftiger Unternehmenssteuerung und -strategie darstellen wird.

Dass Klimaneutralität tatsächlich erreicht werden kann, zeigte Philipp Wacker, geschäftsführender Gesellschafter der Riegler & Co. KG, Wirtschaftsjunior und Veranstaltungsgastgeber: Das in Bad Urach ansässige Unternehmen gilt als klimaneutral, da es seit 2021 seinen CO2-Ausstoß vollständig reduzieren oder kompensieren kann. Neben gestiegenen Kundenanforderungen, Marktzwang durch Mitbewerber und Vorteile beim Personalrecruiting bewegten auch ideelle Werte die Unternehmensführung und Mitarbeitenden zu diesem Weg.

Der Schritt hin zur Klimaneutralität wurde in drei Punkten vollzogen: Erstens: Durch Erfassen der Ist-Situation anhand einer Klimabilanz, die bspw. mithilfe eines Tools der ClimatePartner GmbH erstellt werden kann. Zweitens: Mit Maßnahmen zur Reduzierung von unternehmensinternen CO2- Emissionsquellen, etwa das Recyclen von Verpackungsmaterial, die langfristige Umstellung des Fuhrparks auf e-Mobilität sowie des Ausbau von Homeoffice-Möglichkeiten. Und drittens: Die Kompensation der noch bestehenden CO2-Mengen. Weitere Details können Interessierte im Ergebnisbericht zur Emissionsbilanzierung von Riegler & Co. KG unter www.riegler.de/nachhaltigkeit/ einsehen.

Die beiden Vorträge mündeten in einen regen Austausch zwischen den Wirtschaftsjunioren über die Notwendigkeit und Problematiken des Nachhaltigkeitsgedankens im Kontext ihrer jeweils eigenen Unternehmen.

Weitere Veranstaltungen des Netzwerks Nachhaltigkeit sind in Planung und werden unter „Termine“ bekanntgegeben.